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Raum für das Unfassbare

Aus den Schleiern dieser Welt nähe ich mein Kleid.
Und tanze. 

Hallo ihr Lieben, , 

Die momentane Zeit erlebe ich als eine kraftvolle Übergangsphase zwischen dem inneren Winter und Frühling.
Ich reflektiere über die Kostbarkeit des Lebens und Sterbens. 
Bereits als junges Mädchen hab ich mich fasziniert mit dem Thema Tod auseinandergesetzt und später in meiner mehrmonatigen Zeit im buddhistischen Kloster Stunden und Tage damit verbracht Vergänglichkeit im inneren und äußeren Geschehen zu beobachten.
Trotz all dem ist es nicht wirklich existenziell in meine Zellen gedrungen, was es wirklich heißt ....Jetzt voll zu leben und irgendwann diese körperliche Form und alles hier.....loszulassen. 

Erst in den letzten Jahren beginne ich diese Thematik leibhaftig zu verstehen.
In 2016 wurde ich z.B. nach einem langen Retreat sehr krank - meine mir so vertraute, körperliche Fitness schwand....genauso wie meine langen Haare.
Ich gesundete und erholte mich langsam.
In dieser Phase schoss Amor eines Tages kräftig Pfeile. 
Es ging ganz schnell. Ganz nah.
Wir erlebten eine intensive, tiefe Zeit zusammen.
Oft fanden wir uns in Gesprächen über den Zauber des Lebens wieder, wie wichtig es uns ist mit jeder Faser Leben zu lernen und die gemeinsamen Momente auszukosten, anstatt uns in unnötige innere Dramen zu verwickeln.  

Neun Monate später starb dieser wunderbare Mann - unerwartet. 
Ein guter Freund 6 Wochen danach. 
Und es ging weiter....
das Leben rüttelte und schüttelte mich richtig durch....
- gefühlt in allen Bereichen, die ich als "sicher" empfand.

Die einzige Konstante in dieser schwierigen Zeit war meine Verbindung zu mir.
Eine tiefe innere Präsenz, die sich immer wieder Gehör verschaffte. Das Gefühl, trotz und mit all dem getragen und geliebt zu sein.

Im Nachhinein empfinde ich diese Jahre als wichtige Läuterung, die weiter wirkt und mich erinnert mein Leben aus einer umfassenderen Tiefe und Leichtigkeit zu leben. 
Dazu melden sich Fragen wie zum Beispiel:
Wieviel Zeit und Energie investiere ich in welche Menschen, Beziehungen, Projekte? 
Was davon ist wirklich stimmig, was bereit zu gehen?
Wo stecke ich in alten Kommunikationsmustern um mögliche Konfrontation (oder Erstaunen :-)) zu vermeiden?
Erlaube ich mir, inmitten des menschlichen Getümmels, Seele zu sein? 

Eins ist klar. 
Wir alle werden irgendwann sterben.
Ausnahmslos
Wir werden alles was wir "meins" nennen - hier lassen. 
Wir gehen nackt. 
Wir leben jetzt. 
Dieses Geschenk möchte ich ganz auspacken. 
Du auch? 

 

Ich danke Dir fürs Lesen.

Liebste Grüße, 
Deine & Eure Surya 

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